Steve Train & his Bad Habits + Mojo Brothers

Steve Train & his Bad Habits + Mojo Brothers
Freitag | 16. März 2018 | 21:00 Uhr


Augsburger Doppelpack: Die Mojos hauen Garagebeat Kracher mit Schrammelgitarre und Orgel raus und Steve Train schlägt sich mit seinen Bad Habits auf die dunkle Seite des Rockabillys.

Steve Train Andhisbadhabits:
Tief verwurzelt im Blues, Country & Rockabilly der 50er und 60er Jahre bahnt sich die ganz in schwarz gekleidete, stampfende und schnaubende Sechs-Mann Lokomotive ihren Weg in unsere Zeit. Musikalisch machen die Bad Habits unter anderem auch im Beatnik-, Soul-, Jazz und Exotica-Bahnhof Station. Schön zu hören im schummrig-lasziven Youtube-Video „Voodoo-Love“, aus ihrem 2012er Debütalbum »The Lost Jack Rhodes Tapes«.
Initialzündung für die Band war ein seltener Fund: Tonbänder aus den 50er und 60er Jahren mit Demoaufnahmen des texanischen Songwriters Jack Rhodes. Rund 150 Songskizzen hatte dieser in seinem rudimentären Home-Recording Studio aufgenommen, um sie den Labels und den Künstler der damals explodierenden Country und Rockabilly Szene anzudrehen. Manche dieser Songs wurden zu Klassikern des Genres wie z.B. „Action Packed“, „Rock’n’Bones“ oder „Woman Love“ interpretiert von Gene Vincent, „A Satisfied Mind“ interpretiert von Porter Wagoner landete sogar auf Platz 1 der Countrycharts und wurde die folgenden Jahre noch unzählige Male gecovert: von Bob Dylan über Jonathan Richman bis Johnny Cash, dessen Version z.B. auf Kill Bill II zu hören ist. Die meisten aber fanden nie den Weg auf eine Plattenrille und sollten erst 40 Jahre später zum Leben erwachen. Da nämlich ersteigerte sie Steffen Zug alias Steve Train bei einer Auktion im Web. Für Steve Train, der als DJ beim Augsburger Kollektiv Go-Go-Club eigentlich seltene Singles und Acetate sammelte, wurde der Fund zum Auslöser eine Band zu gründen. Seitdem haben sie noch weitere drei Singles heraus gefeuert und Anfang des Jahres ein neues Album; der düster-swingende bis dunkel-rockende Stil der verschollenen Tonbänder aber ist geblieben.

Mojo Brothers:
Schwarz/weiß, Nebelschwaden, gedämmtes Licht: Zwei Hombres in schwarzen Rollenkragen, knallengen Hosen & spitzen Boots. Der schrammelnde Sound der Gitarre und der hämmernde Beat der Hammond, dann zweistimmige Harmonie.
Die Motoren der Mojos heulen im Garagensound, lautstark lassen sie ihrer Wut freien Lauf. Im Vergleich mit namenhaften Garagenduos wie The Black Keys und The White Stripes stellen sich die Mojos instrumentell anders auf: Mit einer Fuzzgitarre, einer neuartigen Drum’n‘ Bass-Orgel und ihrem Everly-Brothers-Gesang – die Songs der Zwei klingen nach einem Sound von Drei.

Die ganze Geschichte der verschollenen Jack Rhodes Tapes im Blog von Franz Dobler http://www.franzdobler.de/?s=steve+train

Im Anschluss übernimmt der Grand Ole Country Swindle mit Hillbilly Bop, Jive, Rhythm’n’Blues, Western Swing, Country & Rock’n’Roll bis in die Puppen. DJ’s: Eryk Hysteric (Ekki Paul) & Buddy Belpaso (Jens Galler)