Dekolonisierung des Wissens

Dekolonisierung des Wissens
Samstag | 16. Februar 2019 | 14:30 Uhr


Wissen und Wissenschaft sind von kolonialen Mustern geprägt – davon gehen post- und dekoloniale Ansätze aus. Für den Kolonialismus als heute noch wirksame „globale Machtmatrix“ ist die Dominanz westlicher Epistemologie zentral. Ein westlich geprägtes Überlegenheitsdenken, das Monopol auf Wissensproduktion und die Abwertung des Wissens marginalisierter und rassisierter Gruppen gehören zum Repertoire westlicher Epistemologie. Die Dekolonisierung des Wissens erfordert hingegen epistemische Brüche oder GrenzDenken (Walter Mignolo). Was das konkret bedeutet, wollen wir in Auseinandersetzung mit diesen Konzepten und einer postkolonialen Kritik der Soziologie am Beispiel von Vorlesungsverzeichnissen und Werbematerial der Freiburger Hochschulen diskutieren.

Manuela Boatcă (Freiburg) ist seit 2015 Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Makrosoziologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Weltsystemanalyse und die historisch-vergleichende Soziologie, Theorien sozialen Wandels, globale Ungleichheiten sowie post- und dekoloniale Ansätze.

Nausikaa Schirilla, Professorin an der Katholischen Hochschule Freiburg für Soziale Arbeit, Migration und Interkulturelle Kompetenz, Studium der Philosophie, Soziologie und der Erziehungswissenschaften, Forschung und Publikationen neben Sozialer Arbeit und Migration zu Pflege und Migration, Migrationsgeschichte, postkolonialen Themen, Redaktion von polylog- Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren.

Sa, 16.2.2019, 14.30-16 Uhr, E-Werk, freier Eintritt